Claudia Marasca
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100 % erneuerbar ist nur der Anfang

Wir haben hervorragende Neuigkeiten: Google wird den Energiebedarf seines globalen Betriebs – sowohl Rechenzentren als auch Büros – im Laufe des Jahres 2017 vollständig durch erneuerbare Energien decken können. Das ist ein unglaublicher Meilenstein. Wir waren eines der ersten Unternehmen, das Verträge zur direkten, groß angelegten und langfristigen Abnahme erneuerbarer Energien abgeschlossen hat. Unsere erste Vereinbarung zur Abnahme unseres Gesamtstroms von einem 114-Megawatt-Windpark im US-Bundesstaat Iowa haben wir 2010 unterzeichnet. Heute sind wir das Unternehmen, das die größten Mengen erneuerbarer Energie einkauft, mit Kaufzusagen über 2,6 Gigawatt (2.600 Megawatt) an Wind- und Sonnenenergie. Das ist mehr Strom, als ihn viele Versorger produzieren, und mehr als doppelt so viel, als die 1,21 Gigawatt, die dazu nötig waren, Marty McFly "Zurück in die Zukunft" zu schicken.

Damit wir dieses Ziel erreichen, kaufen wir jährlich genügend Wind- und Sonnenenergie direkt ein, um für den gesamten Strom aufzukommen, den wir als Unternehmen weltweit verbrauchen. Uns ist dabei wichtig, neue Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Daher erwerben wir Strom nur bei Projekten, die durch unsere Käufe finanziert werden.

Rechenzentren sind das Fundament des Internets, in ihnen werden riesige Mengen von Informationen verarbeitet und gespeichert. Unsere Techniker haben Jahre damit verbracht, die Rechenzentren von Google zu perfektionieren, und haben sie dabei 50 Prozent energieeffizienter als den Branchendurchschnitt gemacht. Wir benötigen jedoch weiterhin viel Energie, um Billionen von Google-Suchanfragen pro Jahr zu verarbeiten, mehr als 400 Stunden YouTube-Videos abzuspielen, die jede Minute hochgeladen werden, und die Produkte und Dienste bereitzustellen, auf die sich unsere Nutzer verlassen. Aus diesem Grund haben wir damit begonnen, erneuerbare Energien zu erwerben: Wir möchten unsere CO2-Bilanz verbessern und ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen. Abgesehen davon ergibt dieser Schritt aber auch aus unternehmerischer Hinsicht Sinn.

In den letzten sechs Jahren ist der Preis von Windenergie um 60 Prozent gesunken, der von Sonnenenergie um 80 Prozent, was beweist, dass erneuerbare Energien mehr und mehr zur kostengünstigsten Option werden. Stromkosten gehören an unseren Datenzentren zu den höchsten Betriebsausgaben, sodass die langfristige und preisstabile Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien Schutz vor Preisschwankungen am Energiemarkt bietet.

Mit unseren 20 Projekten im Bereich erneuerbarer Energien unterstützen wir auch Gemeinden, etwa Grady County im US-Bundesstaat Oklahoma, Rutherford County im US-Bundesstaat North Carolina, die Atacama-Region in Chile oder Stadtbezirke in Schweden. Nach aktuellem Stand werden unsere Kaufzusagen auf der ganzen Welt zu Infrastrukturinvestitionen in Höhe von über 3,5 Milliarden $ führen, davon werden etwa zwei Drittel in den USA getätigt. Diese Projekte bedeuten für örtliche Grundstückseigentümer darüber hinaus einen Umsatz von mehreren zehn Millionen Dollar pro Jahr. Weitere Millionen im zweistelligen Bereich kommen lokalen und nationalen Behörden in Form von Steuereinnahmen zugute.

Wir sind also auf einem guten Weg, unseren weltweiten Energieverbrauch bis zum nächsten Jahr im Jahresrhythmus zu decken. Allerdings ist das nur der erste Schritt. Wir werden in absehbarer Zukunft weiter direkte Verträge abschließen, da wir weiter wachsen, und dabei werden wir noch stärker auf den Kauf von regionalen erneuerbaren Energien von Orten achten, an denen wir Datenzentren betreiben und wichtige Geschäftsbereiche unterhalten. Und da der Wind nicht 24 Stunden am Tag bläst, werden wir außerdem unsere Energie aus unterschiedlichen Energiequellen erwerben, die uns die Nutzung erneuerbarer Energien zu jeder Tageszeit ermöglichen. Unser großes Ziel ist es, an einer Welt mitzuwirken, in der alle – nicht nur Google – Zugang zu sauberer Energie haben. Weitere Informationen zu den nächsten Schritten finden Sie in unserem Whitepaper.

Von Anfang an stellte der ökologisch nachhaltige Betrieb unseres Unternehmens einen Grundwert für uns dar und wir denken ständig darüber nach, wie wir Nachhaltigkeit Wirklichkeit werden lassen können – so möchten wir die Entwicklung einer gesunden Arbeitsumgebung vorantreiben und ein lebendes, atmendes Dashboard für die Erde schaffen. Unsere CO2-Bilanz und Informationen zu unseren Programmen für Nachhaltigkeit veröffentlichen wir seit vielen Jahren in Whitepapers, Blogposts und auf unserer Website. Alle diese Informationen haben wir jetzt in einem neuen Umweltbericht zusammengefasst.

Sie können jetzt außerdem auf unserer neuen Umweltwebsite sehen, wie wir neue Möglichkeiten finden, mehr zu tun und dabei weniger Energie zu verbrauchen. Die meisten der Initiativen für Nachhaltigkeit in unseren Niederlassungen wurden von einer Handvoll motivierter Google-Mitarbeiter gestartet und haben sich auf das gesamte Unternehmen ausgeweitet. Von den Solarmodulen auf unseren Dächern bis hin zu unserem "Mit dem Rad zur Arbeit"-Programm machen diese Initiativen einen Wesenszug unserer Unternehmenskultur aus und helfen sowohl uns als auch unseren Nutzern dabei, unsere Umwelt zu schonen.

Die Wissenschaft ist sich einig darüber, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel akute globale Dringlichkeit besitzen. Wir sind der Meinung, dass die Privatwirtschaft und die politischen Entscheidungsträger gemeinsam mutige Schritte unternehmen müssen und zwar so, dass daraus Wachstum und neue Möglichkeiten hervorgehen. Und wir haben eine Verantwortung, genau das zu tun – gegenüber unseren Nutzern und der Umwelt.

Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns. Doch unsere hier veröffentlichten Errungenschaften bringen frischen Wind in die Sache. Und jetzt machen wir uns weiter an die Arbeit. Es gibt noch viel zu tun.

Weitere Informationen zur ökologischen Nachhaltigkeit bei Google
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